REGA

Für Ärztinnen und Ärzte mit speziellem Interesse an der präklinischen Notfallmedizin besteht an der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie die Möglichkeit, eine Rotation auf der Helikopter-Basis Bern-Belp oder auf dem Rega-Jet am Flughafen Zürich zu absolvieren.
Nach Erfüllung der Grundvoraussetzungen für den Notarzt SGNOR und Eignung für die Luftrettung können ausgewählte Ärztinnen und Ärzte im Rahmen einer 8-monatigen Helikopter-Rotation und einer 12-monatigen Jet-Rotation eingesetzt werden.

 

Helikopter-Rotation

Die Crew von Rega 3 fliegt seit 1976 vom Flughafen Bern-Belpmoos Rega aus ihre Einsätze. Seit 1993 arbeitet unsere Klinik eng mit der Rega zusammen und stellt für die lückenlose Abdeckung des notärztlichen Dienstes der Rega-Basis Ärzte zur Verfügung.

Seit dem Juni 2003 steht in Bern ein Helikopter des Typ EC 145 im Einsatz.

Die Basis Bern ist eine Mittellandbasis. Das erklärt den hohen Anteil von Einsätzen bei Verkehrsunfällen. Die Zahl der Primäreinsätze (Unfälle/Erkrankungen/Evakuationen) hält sich in etwa die Waage mit den Sekundäreinsätzen (Verlegungen von Spital zu Spital). Die Berner Crew fliegt jährlich rund 800-900 Einsätze, häufig ist dabei das Inselspital die Zielklinik.

Im Rahmen der Sekundäreinsätze wird man mit einem breiten Spektrum aus dem Bereich der Intensivmedizin konfrontiert, inklusive Verlegungen an der Herz-Lungen-Maschine (ECMO).

 

 

Jet-Rotation

Seit dem Jahr 2014 besteht auch im Bereich der Langstrecken-Patiententransporte eine Kooperation zwischen unserer Klinik und der Rega. So wird eine flugärztliche Arbeitsstelle vom Personal der KAS besetzt. Die Flugärzte leisten ihre Einsätze vom Rega-Center am Flughafen Zürich-Kloten aus. Ihr Betätigungsfeld besteht aus weltweiten Transporten von Patienten in einem der 3 Ambulanzjets des Typs Challenger CL-604, welche die Rega eigenständig betreibt. Sie arbeiten dabei eng mit Intensivpflegefachkräften und Piloten der Ambulanzjets zusammen. Neben den Transport in den Rega-eigenen Jets werden auch Patienten auf Linienflügen medizinisch begleitet.

So wurden beispielsweise im Jahre 2016 insgesamt 1223 Patienten repatriiert. Im Rahmen der Arbeit als Flugarzt wird man mit einem breiten Spektrum aus dem Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin, wie auch aus dem Bereich der Anästhesie konfrontiert. Neben den rein medizinischen Kompetenzen ist zudem der Sinn für Organisatorisches gefragt. Freude am Umgang und der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Gesundheitswesen sind dazu nebst Fremdsprachenkenntnissen wichtige Voraussetzungen.

 

Anforderungsprofil

Die KAS ist mit dem notärztlichen Dienst bei der Rega-Basis Bern-Belp sowie bei der Sanitätspolizei Bern eine von der SGNOR anerkannte Weiterbildungsstätte. Interessenten mit Ziel „Notarzt SGNOR“ müssen die Grundvoraussetzungen der SGNOR gemäss Fähigkeitsprogramm 2006 Notarzt SGNOR (Revision 26.05.2010) erfüllen. Für die Erlangung des Titels „Notarzt SGNOR“ sind 50 Notarzteinsätze mit NACA-Index ≥ 4 erforderlich, die bei der Rega und/oder Sanitätspolizei Bern geleistet werden können.
Aufgrund des besonderen Einsatzspektrums der Rega-Basis Bern-Belp und des Rega-Jets mit häufigen Sekundärtransporten von beatmeten Intensivpatienten und gelegentlichen pädiatrischen Einsätzen wurde das Anforderungsprofil der SGNOR und der Rega (http://www.rega.ch/de/ueber-uns/jobs/anforderungsprofile/arzt-helikopter.aspx) ergänzt:

  • Ausbildungsziel Notarzt SGNOR
  • Seit mind. 1 Jahr am KAS angestellt
  • Mindestens 3 Jahre Erfahrung in Anästhesiologie
  • Gute Kenntnisse in Intensivmedizin (abgeschlossene 6-monatige IPS-Rotation)
  • Erfahrung in Kinder- und Neuroanästhesie
  • 1 Jahr Innere Medizin oder 1 Jahr Pädiatrie oder 1 Jahr operatives Fachgebiet
  • Absolvierter Notarzt-Kurs SGNOR
  • Erfolgreich absolvierter ACLS (AHA) oder ALS (ERC) Kurs
  • Erfolgreich absolvierter PALS (AHA) oder PLS (ERC) Kurs
  • absolvierter ATLS-Kurs erwünscht
  • Patientensichere und selbständige Arbeitsweise
  • körperliche und psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit

Spezifisch Rega-Helikopter

  • Erfolgreich absolvierter Rega-Windeneinführungskurs (Kandidaten werden von uns zum Kurs aufgeboten)
  • Französischkenntnisse (ca. 30% der Einsätze im französisch-sprachigen Gebiet)

Spezifisch Rega-Jet

  • Französisch- und Englischkenntnisse
  • Interesse an anderen Kulturen


Sind Sie interessiert? Für Fragen und Anregungen steht Ihnen gerne unser
Rega-KAS-Koordinator Dr. med. Mathias Marchon zur Verfügung.