Forschungspreise 2016

Donnerstag, 03. November 2016, 16:00 Uhr

Der diesjährige Forschungspreis für klinische Forschung der Universität Bern geht an den Anästhesisten Markus Lüdi vom Inselspital Bern. Prämiert wurden ausserdem Forschungsarbeiten aus der Nuklearmedizin, klinischen Chemie, Kinderheilkunde und Medizinischen Onkologie.

v.l.n.r.: Prof. Robert Rieben (Direktor ad interim DKF), Dr. Markus Lüdi, Anna Maria Peter, Dr. Andrea Grotzky, Seid Hamzic, Dr. Michael Amrein (Foto: Pascal Gugler).

Am diesjährigen Tag der Klinischen Forschung (2. November) der Universität Bern wurde Anästhesiologe Dr. med. Markus Lüdi mit dem DKF-Forschungspreis ausgezeichnet. Er forscht an bislang unbekannten, negativen Wirkungen des Medikaments Dexamethason auf Patienten mit Glioblastomen (aggressiven Hirntumoren). Obwohl Dexamethason in der Behandlung und vor der Operation von Glioblastomen unersetzlich ist, macht es die im Hirn verbleibenden Tumorzellen noch aggressiver. Damit die Lebenszeit der Betroffenen jedoch nicht weiter verkürzt wird, forscht Lüdi nun an einem Gegenmittel dieser unerwünschten Wirkung.

Den Preis für die beste präklinische Arbeit erhielt Dr. med. Andrea Grotzky aus der Forschungsgruppe Radiopharmazie. Sie arbeitet ebenfalls an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin am Inselspital.

Seid Hamzic wurde für die beste klinische Arbeit ausgezeichnet. Er forscht für das Universitätsinstitut für Klinische Chemie am Inselspital über das chemotherapeutische Medikament Capecitabin.

Beste Medizinstudentin wurde Anna Maria Peter für ihre Arbeit zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie ist für die Universitätsklinik für Kinderheilkunde und das Universitätsinstitut für Klinische Chemie am Inselspital tätig.

Dr. med. Michael Amrein aus der Forschungsgruppe für Tumor-Immunologie und der Universitätsklinik für Medizinische Onkologie am Inselspital erhielt den Alumni Preis der Medizinischen Fakultät.

Der DKF-Forschungspreis wird seit 2010 von der Fondation Johanna Dürmüller-Bol gestiftet. Ausgezeichnet werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der klinischen Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern für herausragende Projekte. Ziel der Förderung ist eine Weiterfinanzierung des Projekts durch kompetitiv eingeworbene Drittmittel.
Fondation Johanna Dürmüller-Bol

Weitere Informationen:
Departement Klinische Forschung, Universität Bern
Medienmitteilung der Universität Bern